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Ratgeber › Erbe & Familie

Haus verkaufen bei Scheidung in Hamburg: Wer entscheidet und welche Wege es gibt

Veröffentlicht am , aktualisiert am

Haus verkaufen bei Scheidung in Hamburg: Backsteinhaus am Abend, davor zwei Messingschlüssel und eine Mappe auf einem Holztisch
Mit KI erstellt. Gehört das Haus beiden, verkaufen nur beide gemeinsam.

Beim Haus verkaufen bei Scheidung gilt zuerst: Gehört das Haus beiden Ehegatten, können es nur beide gemeinsam verkaufen. Einigen sie sich nicht, kann jeder die Aufhebung der Gemeinschaft verlangen. Dieser Beitrag zeigt die Wege, was Zugewinnausgleich und Teilungsversteigerung bedeuten und wie Sie sich auf eine Zahl für den Verkauf einigen.

Kurz gesagt

Jeder Teilhaber einer Gemeinschaft kann jederzeit deren Aufhebung verlangen (§ 749 Abs. 1 BGB). Bei einem gemeinsamen Haus führt das ohne Einigung im Zweifel zur Teilungsversteigerung (§ 753 BGB). Gehört das Haus nur einem Ehegatten, braucht er für einen Verkauf unter Umständen die Zustimmung des anderen (§ 1365 BGB). Den Wert klären Sie am besten vor dem Streit, mit einer Einschätzung, der beide trauen.

Wir, das ist ZENVAR aus Meerbeck, sind kein Makler und erstellen keine Gutachten. Wenn Sie möchten, stellen wir Ihnen über die kostenlose Anfrage einen Makler vor, der Ihr Haus vor Ort einschätzt, ohne dass Sie dafür zahlen. Für den Kontakt bezahlt er uns, weil er hofft, den Verkaufsauftrag zu bekommen. Ob Sie ihn erteilen, entscheiden allein Sie, bei einem gemeinsamen Haus beide.

Wer darf das Haus verkaufen?

Das hängt davon ab, wem es gehört. Stehen beide Ehegatten im Grundbuch, entscheiden beide gemeinsam. Der Vertrag kommt nur zustande, wenn beide unterschreiben. Ein Ehegatte allein kann nur seinen eigenen Anteil verkaufen.

Gehört das Haus nur einem Ehegatten, ist er nicht automatisch frei. Verpflichtet sich ein Ehegatte, über sein Vermögen im Ganzen zu verfügen, braucht er die Einwilligung des anderen (§ 1365 Abs. 1 BGB). Verweigert der andere sie ohne ausreichenden Grund, kann das Familiengericht sie ersetzen, wenn das Geschäft ordnungsgemäßer Verwaltung entspricht (Abs. 2). Ob das auf Ihr Haus zutrifft, hängt vom Einzelfall ab und gehört zu einer Anwältin.

Drei Wege für das gemeinsame Haus

Weg Voraussetzung Grenze
Beide verkaufen am Markt Beide stimmen zu und einigen sich auf Preis und Makler Ein Nein blockiert den Verkauf
Ein Ehegatte übernimmt das Haus Er zahlt den anderen aus und kann das finanzieren Braucht einen Wert, den beide akzeptieren
Teilungsversteigerung Ein Teilhaber verlangt die Aufhebung (§ 749 BGB), eine Teilung in Natur ist ausgeschlossen (§ 753 BGB) Gericht steuert das Verfahren, der Verkauf lässt sich nicht mehr selbst gestalten
Zusammenfassung der Rechtslage, keine Rechtsberatung für Ihren Fall.

Zugewinnausgleich: Was er mit dem Haus zu tun hat

Hat einer von beiden während der Ehe mehr Vermögen aufgebaut, steht dem anderen die Hälfte des Überschusses als Ausgleichsforderung zu (§ 1378 Abs. 1 BGB). Das Haus kann dabei eine Rolle spielen, muss es aber nicht. Wie der Wert des Hauses in die Rechnung eingeht, klärt eine Anwältin oder ein Anwalt.

Vereinbarungen über den Zugewinnausgleich, die während eines Scheidungsverfahrens für den Fall der Scheidung getroffen werden, brauchen notarielle Beurkundung (§ 1378 Abs. 3 Satz 2 BGB). Ein gerichtlich protokollierter Vergleich kann sie ersetzen. Bevor die Ehe endet, kann keiner über die Forderung verfügen (Satz 3).

Was die Teilungsversteigerung bedeutet

Jeder Teilhaber kann jederzeit verlangen, dass die Gemeinschaft aufgehoben wird (§ 749 Abs. 1 BGB). Lässt sich ein Haus nicht in Natur teilen, geschieht das durch Zwangsversteigerung, der Erlös wird geteilt (§ 753 Abs. 1 BGB). Das Gericht kann das Verfahren auf Antrag eines Miteigentümers für höchstens sechs Monate einstellen, wenn die widerstreitenden Interessen das rechtfertigen, einmal wiederholbar (§ 180 Abs. 2 ZVG). Betreibt ein Ehegatte die Versteigerung und gehören nur er und der (auch frühere) Ehegatte dem Eigentum an, kann das Verfahren auf Antrag eingestellt werden, wenn das zur Abwendung einer ernsthaften Gefährdung des Wohls eines gemeinschaftlichen Kindes erforderlich ist (§ 180 Abs. 3 ZVG).

Die Versteigerung ist selten der beste Ausgang für beide. Das Gericht hat die Kontrolle, nicht Sie. Ein Verkauf am Markt lässt Ihnen mehr Spielraum, braucht aber beide Unterschriften. Mehr zu den Grundlagen, auch bei Erben, steht im Beitrag Haus verkaufen als Erbengemeinschaft.

Wie finden Sie einen Wert, auf den sich beide einigen können?

Bei einer Scheidung hängt am Wert des Hauses mehr als der Verkaufspreis, etwa der Zugewinnausgleich. Deshalb lohnt eine Einschätzung, der beide trauen. Die fünf Wege vom Preisatlas bis zum Gutachten, mit Kosten und Grenzen, vergleicht der Beitrag Immobilienwert ermitteln in Hamburg. Für den Verkauf genügt eine Einschätzung vor Ort. Wer den Wert rechtlich absichern muss, etwa für den Zugewinnausgleich, fragt vorher seine Anwältin, welche Form sie braucht.

Den Ablauf des Verkaufs, vom Energieausweis bis zum Notartermin, zeigt der Beitrag Immobilie verkaufen in Hamburg, die nötigen Papiere der Beitrag Unterlagen zum Hausverkauf. Zur Steuer beim Verkauf lesen Sie Spekulationssteuer bei Immobilien. Lassen Sie den Einzelfall von einer Steuerberaterin prüfen, bevor Sie unterschreiben.

Checkliste: Unterlagen für den Verkauf

Welche Unterlagen Sie für den Verkauf von Haus oder Wohnung brauchen, wo Sie sie in Hamburg bekommen und was sie kosten.

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Häufige Fragen

Kann mein Ehepartner den Verkauf blockieren?

Bei einem gemeinsamen Haus ja, denn der Verkauf braucht beide Unterschriften. Dann kann jeder die Aufhebung der Gemeinschaft verlangen (§ 749 BGB), im Zweifel durch Teilungsversteigerung (§ 753 BGB). Gehört das Haus nur Ihrem Partner, kann seine Zustimmung nach § 1365 BGB nötig sein.

Muss ich bis zur Scheidung warten?

Das Gesetz knüpft den Verkauf eines gemeinsamen Hauses nicht an die Scheidung. Verkaufen können Sie, sobald beide sich einig sind. Wann sich ein Verkauf steuerlich und beim Zugewinnausgleich lohnt, besprechen Sie mit einer Anwältin und einer Steuerberaterin.

Kann die Teilungsversteigerung gestoppt werden?

Das Gericht kann sie auf Antrag für höchstens sechs Monate einstellen (§ 180 Abs. 2 ZVG). Bei Gefahr für das Wohl eines gemeinsamen Kindes gilt eine eigene Regel (§ 180 Abs. 3 ZVG). Dauerhaft verhindern lässt sie sich dadurch nicht. Holen Sie anwaltlichen Rat ein.

Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

Quellen